Glossar

Schlussverkauf

Der Schlussverkauf ist ein traditionell saisonaler Abverkauf, bei dem Händler Lagerbestände am Ende einer Saison mit Preisnachlässen räumen.

Was ist ein Schlussverkauf?

Der Schlussverkauf ist eine alte Handelstradition: Am Ende einer Saison — typischerweise Sommer oder Winter — reduzieren Händler ihre verbleibenden Lagerbestände, um Platz für die neue Kollektion zu machen. Der Begriff ist tief im deutschen Sprachgebrauch verwurzelt; im Englischen spricht man von „End of Season Sale".

Bis 1987 war der Schlussverkauf in Deutschland streng gesetzlich geregelt: Datum, Dauer und erlaubte Werbemittel waren festgeschrieben. Mit der Liberalisierung des Einzelhandels fiel diese Regulierung schrittweise weg. Heute ist „Schlussverkauf" ein rein marketingbezogener Begriff ohne gesetzliche Vorgaben — Händler können ihn prinzipiell jederzeit und beliebig oft einsetzen.

Wann findet der Schlussverkauf statt?

Traditionell gibt es zwei Hauptschlussverkaufsphasen:

  • Sommerschlussverkauf (SSV): Üblicherweise ab Mitte Juli bis Ende August.
  • Winterschlussverkauf (WSV): Üblicherweise ab dem 27. Dezember bis Ende Januar oder Mitte Februar.

Diese Zeiträume sind heute nicht mehr verbindlich, werden von vielen Händlern aber weiterhin als Orientierung genutzt — vor allem stationäre Modehändler halten an den klassischen Terminen fest.

Schlussverkauf vs. Sale vs. Outlet

Alle drei Begriffe bedeuten „günstiger einkaufen", unterscheiden sich aber im Konzept:

  • Schlussverkauf: Zeitlich auf Saisonenden ausgerichtet, Ziel ist Lagerräumung.
  • Sale: Breiterer Begriff für jede Rabattphase — kann jederzeit und aus jedem Anlass stattfinden.
  • Outlet: Dauerhafter Abverkauf von B-Ware, Auslaufmodellen oder Überproduktion — nicht saisonal gebunden.

Worauf du beim Schlussverkauf achten solltest

  • Eingeschränkte Auswahl: Im Schlussverkauf sind oft nur noch Restgrößen oder auslaufende Modelle verfügbar.
  • UVP-Vergleich: Prüfe, ob der „ursprüngliche" Preis realistisch war — die Preiserhöhung vor dem Sale ist auch hier ein bekannter Trick.
  • Gutscheinbedingungen: Viele Rabattcodes sind auf reguläre Ware beschränkt und gelten nicht auf bereits reduzierte Schlussverkaufsartikel.
  • Stornierung und Rückgabe: Saisonale Abverkaufsware ist häufig vom Rückgaberecht ausgeschlossen — Kaufentscheidung gut überdenken.

Schlussverkauf und Online-Shopping

Im E-Commerce ist der klassische Schlussverkauf fließend mit dem Begriff Sale verschmolzen. Viele Online-Shops führen keine eigene „SSV"- oder „WSV"-Kategorie mehr, bieten aber in denselben Zeiträumen vergleichbare Rabatte — oft kombinierbar mit Gutscheincodes aus Portalen wie RabattHero. Alle passenden Gutscheine findest du dort auf einen Blick.

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